Magdeburg | Er war den Menschen stets ein treuer Begleiter: der Dederonbeutel, ein Erzeugnis der DDR-Chemieindustrie. Wie sein Schwesterprodukt, das dehnbare Dederonnetz, war das faltbare Behältnis genau auf die DDR-Versorgungslandschaft zugeschnitten.

Weil begehrte Waren oft überraschend in den Läden auftauchten, war der Heimtransport so kein Problem. Beutel raus und rein mit den Erdnussflips. Wie da drüben gibt´s noch Pflaumenmus? Für zwei Gläser ist noch Platz. Und für die drei Rollen Klopapier, die die Drogerie gerade pro Kunden abgibt. Alles in allem ein erfolgreicher Einkaufstag – nicht zuletzt dank Faltbeutel! Keine Sorge also, wenn die EU die Plastetüten abschafft. Den Dederonbeutel gibt es noch – bestellbar jederzeit im Internet.

Der Dederonbeutel war schnell zur Hand, wenn begehrte Waren in die Kaufhallen kamen. Foto: privat

Der Dederonbeutel war schnell zur Hand, wenn begehrte Waren in die Kaufhallen kamen. Foto: privat

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